SüdafrikaSüdafrika - Fußballnationalmannschaft
Die südafrikanische Fußballnationalmannschaft ist das Auswahlteam der South African Football Association. Den bislang einzigen internationalen Titel für den Fußball in Südafrika erreichte die Bafana bafana („die Jungs“) genannte Mannschaft als Afrikameister 1996. Der höchste je erreichte Rang in der FIFA-Weltrangliste war ein 16. Platz.
Der Fußballsport wurde von der britischen Kolonialmacht in der zweiten Hälfte des 19.
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Jahrhunderts vor allem in die Kapkolonie nach Südafrika gebracht; in deren Hauptstadt Kapstadt wurde das erste dokumentierte Fußballspiel auf dem Gebiet der heutigen Republik Südafrika ausgetragen.[1] Um die Jahrhundertwende wurde erstmals ein Auswahlteam formiert, als der englische Klub Corinthian FC mehrmals in die Kolonien reiste. Wie alle Auswahlteams bis 1992 bestand die „offizielle“ Nationalmannschaft aufgrund der Rassentrennung auch damals ausschließlich aus weißen Spielern. Allerdings hatte bereits 1898 eine Auswahl schwarzer Spieler aus dem Oranje-Freistaat, das Orange Free State Bantu Soccer-Team, das englische Mutterland besucht und dort einige Spiele absolviert; es wurde dort unter dem pejorativen Namen „Kaffern“ bekannt.[2]
Eine erste Auslandsreise über neun Wochen führte die weiße Südafrika-Auswahl nach Südamerika, wo sie Spiele gegen brasilianische Vereinsmannschaften sowie gegen Uruguay und Argentinien absolvierte; beide Länderspiele gewann sie, letzteres in Buenos Aires mit 4:1. Erste Spiele einer Auswahl aus der Südafrikanischen Union, zu der Zeit ein Dominion der britischen Krone, gab es in Europa 1924. Eine Springbok Touring Team benannte Mannschaft reiste in dem Jahr nach Europa, wo sie zwischen dem 30. August und dem 3. Dezember 1924 gegen Vereinsmannschaften 21 Partien und fünf Spiele gegen Nationalmannschaften absolvierte. Von den Spielen gegen Nordirland, Wales, die Niederlande und zweimal England zählt nur der niederländische Verband seine Partie in Amsterdam am 2. November 1924 als offizielles Länderspiel. Dieses Spiel leitete der deutsche Schiedsrichter Peco Bauwens.
Für die Endrunde der Afrikameisterschaft 1996 war ursprünglich Kenia vorgesehen; der kenianische Verband verzichtete jedoch auf die Ausrichtung und Südafrika sprang ein. Bafana Bafana war dadurch für die Endrunde gesetzt und verließ die Qualifikationsgruppe 5 nach zwei Siegen und einem Unentschieden. In Abwesenheit von Titelverteidiger Nigeria erreichten die Südafrikaner das Finale, in dem sie Tunesien vor 75.000 Zuschauern in der Soccer City in Johannesburg dank zweier Tore von Mark Williams mit 2:0 besiegte. Williams war mit fünf Treffern – gemeinsam mit dem Sambier Kalusha Bwalya – bester Torschütze des Turniers.
Zwei Jahre später erreichte Südafrika erneut das Finale der Afrikameisterschaft 1998, unterlag in Ouagadougou jedoch den Ägyptern mit 0:2. Ein halbes Jahr später traten die Südafrikaner auch bei der WM 1998 an, für die sie sich in der Afrika-Gruppe 3 qualifiziert hatten. Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage gegen die Gastgeber mussten sie sich nach der Vorrunde wieder aus Frankreich verabschieden. Bei der Afrikameisterschaft im Jahre 2000 unterlag Südafrika im Halbfinale den Nigerianern, und errang durch einen Sieg über Tunesien im Elfmeterschießen den dritten Platz.
Im Jahr 2002 nahmen die Südafrikaner erneut an der Endrunde der AM 2002 teil, mussten sich jedoch bereits im Viertelfinale den malischen Gastgebern geschlagen geben. Auch für die WM in Japan und Südkorea qualifizierten sie sich (ohne Punktverlust), mussten jedoch aufgrund der weniger erzielten Tore Paraguay den Einzug ins Achtelfinale gegen Deutschland überlassen. Höhere Platzierungen bei bedeutenden Turnieren blieben fortan aus - von den folgenden drei Afrikameisterschaften verabschiedete sich das Team jeweils nach der Vorrunde, für die WM in Deutschland konnte sich das Team nicht qualifizieren.
Für die Weltmeisterschaft 2010 wurde Südafrika als Ausrichter gewählt, so dass die Mannschaft sich als Gastgeber nicht qualifizieren musste. In der Qualifikation für die früher im Jahr stattfindende Afrikameisterschaft 2010 scheiterte Südafrika bereits in der Gruppenphase.
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft richtete Südafrika bereits das Turnier um den Konföderationen-Pokal 2009 aus. Trotz aller Euphorie im Lande und in der Mannschaft[7] kam der Gastgeber dabei im Eröffnungsspiel nicht über ein 0:0-Unentschieden gegen Asienmeister Irak hinaus. Am Ende des Turniers erreichte die südafrikanische Mannschaft doch noch einen respektablen vierten Platz gegen Europameister Spanien im Spiel um Platz 3 am 28. Juni 2009..
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UruguayUruguay - Fußballnationalmannschaft
Die uruguayische Fußballnationalmannschaft war in den frühen Tagen des professionellen Fußballs eine so genannte Fußballgroßmacht.
Von 1924 bis 1930 gewann Uruguay fünf große Titel in nur sechs Jahren: die olympischen Fußballturniere in Paris und Amsterdam, 1930 die erste Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte im eigenen Land sowie 1924 und 1926 die Copa América. 1950 in Brasilien gewann sie ein zweites Mal die WM. Ab den 1970er Jahren hat die Spielstärke der uruguayischen Mannschaft aber kontinuierlich abgenommen, 1970 wurde sie noch einmal WM-Vierter, konnte sich dann aber mehrmals nicht für die WM qualifizieren oder kam nicht mehr über das WM-Achtelfinale hinaus. 1983, 1987 und zuletzt 1995 konnte aber die Copa América gewonnen werden.
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Englische Arbeiter brachten das Spiel Ende des 19. Jahrhunderts nach Uruguay und bald entwickelte sich der Fußball zum Nationalsport. Den Uruguayern ist es maßgeblich zu verdanken, dass der englische kick-and-rush-Stil zu Gunsten eines modernen Kombinations- und Dribbelspiels in den Hintergrund zu treten begann.
Das Team aus dem kleinen Uruguay gewann 1916, 1917, 1920, 1923, 1924, 1926 und 1935 die Copa América. 1910, 1919, 1922, 1927 belegte es den zweiten Platz. Bereits hier zeigte sich die Klasse des Fußballlandes Uruguay.
1924 führte der uruguayische Stil auch auf der Weltbühne zum überwältigenden Erfolg über die kontinentaleuropäischen Nationen: Die aus Metzgern, Schuhputzern und Gemüseverkäufern zusammengestellte Mannschaft reiste in der 3. Klasse zu den Olympischen Spielen nach Frankreich. Die Fahrt wurde durch Hypotheken und spontan angesetzte Freundschaftsspiele finanziert. Im ersten Spiel einer südamerikanischen Mannschaft in Europa bezwangen die „Urus“ Jugoslawien mit 7:0. Rund 60.000 Zuschauer sahen schließlich im Finale den 3:0-Erfolg gegen die Schweiz.
Wie überlegen der südamerikanische dem europäischen Stil war, zeigte sich wieder vier Jahre später bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam: Das Finale fand zwischen Uruguay und Argentinien statt. Erst im Wiederholungsspiel bezwang Uruguay nach einem Tor von Hector Scarone zum 2:1-Endstand die Nachbarn.
Die Rivalen vom Rio de la Plata trafen auch zwei Jahre später im Finale der ersten Fußball-Weltmeisterschaft aufeinander. Im Estadio Centenario in Montevideo sahen 93.000 Zuschauer das 4:2 für den Gastgeber. Der Tag des Sieges wurde kurzerhand zum Nationalfeiertag erklärt.
Uruguay: Ballesteros; Mascheroni, Nasazzi; J. L. Andrade, Fernandez, Gestido; Dorado, Scarone, Castro, Cea, Iriarte. Argentinien: Botasso; Della Torre, Paternoster; J. Evaristo, Monti, Juarez; Peucelle, Varallo, Stabile, Ferreira, M. Evaristo. SR Langenus (Belgien). – Tore: 12. Dorado 1:0. 20. Peucelle 1:1. 22. Stabile 1:2. 57. Cea 2:2. 68. Iriarte 3:2. 89. Castro 4:2
Überragende Spieler dieser goldenen Periode des uruguayischen Fußballs waren der charismatische José Nasazzi. Der Steinmetz war Spielführer und Spielmacher des Teams. Die „schwarze Perle“ José Leandro Andrade, der große Star des Turniers 1924 war sein kongenialer Partner im Mittelfeld. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Stürmer Hector Scarone und Castro, der trotz des Verlustes seiner rechten Hand weiterhin Tore für Uruguay erzielte..
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